Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete am 1. Juli auf. Das betrifft fast 100 Länder weltweit. „Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen“, sagte Außenminister Heiko Maas. Dieser Schritt sei möglich, weil es in Europa „künftig klare gemeinsame Regeln für dem Umgang mit Geimpften, Genesenen und Getesteten“ gebe.

Die Bundesregierung rät ab 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für Länder der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Das betrifft zum Beispiel Italien, große Teile Spaniens und ab Sonntag auch ganz Österreich.

Auch die USA sowie Zypern gelten nicht mehr als Risikogebiete. Zu den weiteren europäischen Gebieten, die bald keine Risikogebiete mehr sind, gehören die griechischen Regionen Berg Athos, die Nördliche Ägäis, Ostmakedonien und Thrakien sowie Peloponnes. Auch Bosnien und Herzegowina, das Kosovo und Serbien wurden heruntergestuft, ebenso wie große Teile von Kroatien. Mehrere Länder wurden aber auch hochgestuft: Malaysia, die Mongolei, Namibia und Sri Lanka gelten ab Sonntag als Hochinzidenzgebiete.

Neuregelung für Reisewarnung

Derzeit gilt die Corona-Reisewarnung für alle Weltregionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 50 übersteigt. An dem 1. Juli wird sie erst ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit aber nur etwa 40 der insgesamt rund 200 Länder.

„Mit dem Sommer kehren Hoffnung und Zuversicht nach Deutschland zurück“, erklärte Maas. „Vielerorts sinken die Infektionszahlen, immer mehr Bürgerinnen und Bürger sind geimpft. Nach langen Monaten des Lockdowns…