Umwelt
Experten: Schlechter Klimaschutz zerstört Artenvielfalt

Auf einem Feld eines Landwirtschaftsbetriebes wird Mais für eine Biogasanlage und als Futter für Kühe gehäckselt (Luftaufnahme mit einer Drohne). Klimaschutzmaßnahmen können schwere Folgen für die Artenvielfalt haben. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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E-Fahrzeuge sind gut, aber der Rohstoffabbau für die Batterien schadet der Umwelt. Biomasse für umweltfreundliche Kraftwerke ist gut, aber die Artenvielfalt leidet. Wissenschaftler sagen, wie es besser geht.

Klimaschutzmaßnahmen können schwere Folgen für die Artenvielfalt haben. Davor warnen Wissenschaftler und fordern, die Klima- und die Artenvielfaltskrise wie zwei Seiten einer Medaille zu betrachten.

Ansonsten könnten vermeintliche Lösungen für die eine Krise die andere noch verstärken, heißt es in einem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES und des Weltklimarats IPCC. Sie haben erstmals gemeinsam über Lösungen für die eng verflochtenen Krisen beraten und ihre Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht.

Guter Artenschutz diene dem Klima, argumentieren die Wissenschaftler. Sie verlangen, dass 30 bis 50 Prozent der Meeres- und Landflächen weltweit unter Naturschutz gestellt werden. Zurzeit sind es etwa 15 Prozent der Land- und 7,5 Prozent der Ozeanflächen. Kreislaufwirtschaft müsse gefördert werden, um weniger Ressourcen zu verwenden. Die Welt müsse weg von Wegwerfprodukten. Subventionen, die Arten gefährden, müssten abgebaut werden, um Überfischung, Kahlschlag in Wäldern oder Überdüngung von Feldern zu verhindern.

«Klimaschutz wird oft ohne Artenvielfalt gedacht, das müssen wir ändern», sagte einer der Autoren, Klimaforscher Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven in einem Pressegespräch des Science Media Centers. Als Beispiel für Maßnahmen, die beides fördern,…