Die beste Sicht auf die Finsternis bot sich im hohen Norden der Erde, während sie weiter südlich in Europa nur noch partiell zu sehen war. Im Norden Kanadas, im Norden Russlands, im Nordwesten Grönlands und am Nordpol war die Sonne zu 88 Prozent vom Mond verdeckt. In London waren es nur noch 20 Prozent und in Heidelberg etwa die Hälfte. Dort sah die Sonne nur noch ein bisschen angeknabbert aus. 

Um Augenschäden zu verhindern, hatten Experten zuvor eindringlich dazu aufgerufen, geeignete Schutzbrillen zu tragen. Einige Beobachter benutzten mit einem Loch versehene Pappstücke, um die Sonnenfinsternis als auf Papier projizierten Schatten zu beobachten, und posteten die Bilder im Internet.

Oftmals verdeckten Wolken allerdings das Naturschauspiel. Live-Stream-Ansichten von verschiedenen Orten auf der Videoplattform YouTube zeigten deshalb immer wieder vor allem Wolken.

Die letzte partielle Sonnenfinsternis vor sechs Jahren in Deutschland

Rechts oben angeknabbert

„Da Deutschland südlich der Zentrallinie liegt, also dem Bereich auf der Erde mit größtmöglicher Verdunklung bei einer Sonnenfinsternis, sieht es bei uns so aus, als würde die Sonne von rechts oben vom Mond angeknabbert“, sagte Mariana Wagner, Sprecherin des Planetariums Hamburg.

Der Grund für die besondere Sonnenfinsternis sei, dass der Mond bei Neumond vor die Sonne trete, dabei aber am Donnerstag außergewöhnlich weit von der Erde entfernt und daher zu klein gewesen sei, um die gesamte Sonne zu bedecken.

Eine ringförmige Sonnenfinsternis ist eine Sonderform der totalen Sonnenfinsternis. Bei der völligen Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond auf seiner Bahn um die Erde so zwischen Erde und Sonne, dass er die Sonne aus Sicht von Beobachtern auf der Erde vollständig verdeckt. Ein Teil der Erde wird dann in völlige Dunkelheit getaucht.

Begeisterte Sonnenbeobachter im Jahr 2020 in Buenos Aires

Da aber die Abstände zwischen Erde, Sonne und Mond variieren, kommt es vor, dass der Mond die Sonne nicht…