Gut gelaunt begrüßt Manuel Neuer seine Follower bei Instagram. „Ich bin gespannt, wie unser ‚Home Ground‘ aussieht“, sagt der Nationaltorwart, der beim letzten Test gegen Lettland sein 100. Länderspiel bestritten hat. Das DFB-Team um Bundestrainer Joachim Löw hat in der „World of Sports“ bei DFB-Partner Adidas in Herzogenaurach nahe Nürnberg sein Quartier für die am Freitag beginnende Europameisterschaft bezogen. „Ein ganz tolles Areal! Bewaldet, Holzbau, wunderschön. Ein Ort, wo eine tolle Stimmung entstehen kann“, berichtet der Bürgermeister der kleinen 22.000-Einwohner-Stadt. Doch Stadtoberhaupt German Hacker wird die Nationalmannschaft in den kommenden Wochen wohl nicht zu sehen bekommen.

Kein Kontakt zur Außenwelt

Denn das Gelände, auf dem der DFB-Tross die kommenden Wochen verbringen wird, ist hermetisch abgeriegelt. Hohe Zäune und ein Sichtschutz rund um das Gelände machen den Ort zu einer „Bubble“, einer Corona-Blase, zu der nur DFB-Personal und hin und wieder die zahlreich angereisten Medienvertreter Zutritt bekommen.

Digitale Pressekonferenz mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff

Jeden Tag werden die Spieler getestet, und auch die Journalisten und Journalistinnen müssen vor Betreten des Areals einen negativen Test vorzeigen. Erst dann darf der Weg zum Trainingsplatz fortgesetzt werden. Für die 2,5 Kilometer steht ein Shuttle-Service bereit. Damit auch die Abstände gewahrt werden, wird jedem ein Tracker – ein elektronisches Ortungsgerät – um den Hals gehängt. So soll im Falle eines positiven COVID-Befundes nachverfolgt werden können, wer mit wem Kontakt hatte. Zusätzlich ist ausreichend Sicherheitspersonal anwesend, um eventuelle „Abstandsbrecher“ in ihre Schranken zu weisen.

Oliver Bierhoff: „Spirit wecken“

Das DFB-Team bleibt also unter sich. Die Spieler wohnen in Bungalows in kleinen Gruppen. Neuer teilt sich seine WG beispielsweise mit Bayern-Kollege Jamal Musiala, Gladbachs Jonas Hofmann und Lukas Klostermann von RB Leipzig. „Wir fühlen uns…