Angela Merkel (CDU) hat vor der Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. »Das, was uns Sorge macht ist die sogenannte Delta-Variante, die sich in Großbritannien wieder sehr stark ausbreitet«, sagte die Bundeskanzlerin am Donnerstag im Anschluss an Beratungen mit der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin.

Jeder Tag, in dem es eine geringe Nachweisbarkeit der derzeit in Deutschland nur für 2,5 Prozent der Corona-Infektionen stehenden Variante gebe, sei ein guter Tag, sagte Merkel. Wichtig seien nun weitere Fortschritte beim Impfen. Die Ausbreitung der zuerst in Indien nachgewiesenen Virusvariante in Deutschland werde sich wohl nicht verhindern lassen, aber »entscheidend ist, wann und unter welchen Bedingungen«. »Wir sind im Grund in einem Wettlauf mit dem Impfen«, sagte die Bundeskanzlerin.

»Wir haben einen Sommer, der uns viele Möglichkeiten gibt, die wir lange Monate nicht hatten, aber wir sollten nicht sorglos sein, sondern die Lage immer wieder sehr, sehr genau beobachten«, betonte die Kanzlerin.

»Kein klares Bild« bei Impfstofflieferungen

Merkel sagte, bei den zu erwartenden Impfstofflieferungen gebe es für Juli »noch kein ganz klares Bild«. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollten zudem darüber beraten, inwiefern die regionalen Impfzentren der Länder in gewissem Umfang weiter erhalten bleiben sollen – auch mit Blick auf mögliche Auffrischungsimpfungen im Herbst.