Als Jürgen Prochnow im vergangenen Jahr gefragt wurde, wie er seinen 80. Geburtstag feiern würde, da reagierte er noch verhalten. Er war sich sicher, dass auch 2021 große Feiern wegen der Corona-Pandemie nicht würden stattfinden können. Und er hat Recht behalten: In den letzten Wochen sind die Corona-Zahlen in Deutschland zwar gesunken, aber größere Events sind auch im privaten Kreis nicht erlaubt. Dafür erinnern die Medien im ganzen Land an Prochnows große Filmerfolge und würdigen einen deutschen Star, der auch in Hollywood Fuß fasste.

Mit dem Film „Das Boot“ wurde der Berliner Schauspieler 1981 ein Weltstar, das war seine Eintrittskarte nach Hollywood. Den meisten Zuschauern wird er als „Der Alte“ in bester Erinnerung sein. „Der Alte“, so wird der Kapitänleutnant von der treuen Besatzung des deutschen Unterseeboots „U 96“ genannt. Von der französischen Atlantikküste läuft es 1941 zum gefährlichen Kriegseinsatz aus. Ein Film, ein Mann, eine Rolle – das hat sich eingeprägt in das Gedächtnis des Publikums.

Jürgen Prochnow, geboren am 10. Juni 1941 in Berlin, gab der Rolle des harten, aber sympathischen U-Boot-Kommandanten in Wolfgang Petersens „Das Boot“ menschliche Züge. Ein Welterfolg, der inzwischen als Serie neu verfilmt wurde. 

Mit „Das Boot“ auf der Erfolgswelle

Nicht nur dem „anständigen Deutschen“ vom Unterseeboot „U 96“, sondern auch dem Regisseur Wolfgang Petersen öffneten sich nach dem deutschen Erfolg die Türen nach Hollywood. Petersen ging in die USA, Prochnow folgte ihm. Die beiden hatten in den 1970er-Jahren bereits einige Filme zusammen gedreht. Nicht alles glückte dem charismatischen Mimen Prochnow in Hollywood, neben einigen schönen Filmerfolgen waren auch viele Routineproduktionen dabei – die ganz große Karriere sollte es nicht werden in den USA.

Jürgen Prochnow in jungen Jahren – eine Aufnahme von 1975

Für ein einträgliches Einkommen war gesorgt und immerhin spielte der Mann mit dem deutschen Akzent auch für Regisseure…