Sehen Sie im Video: Belarus – Inhaftierter Blogger Protassewitsch meldet sich zu Wort.

Einen Tag nach der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs in Belarus hat sich der festgenommene Blogger Roman Protassewitsch in einem Video zu Wort gemeldet. Es wurde in einem regierungsnahen Nachrichtenkanal bei Telegram am Montagabend verbreitet. Darin bestätigte der gezeichnete Blogger, dass er im „Untersuchungsgefängnis Nr. 1“ in der Hauptstadt Minsk sei. Zu Berichten über einen angeblichen Krankenhausaufenthalt wegen Herzproblemen sagte er, dass er keine gesundheitlichen Probleme habe, auch nicht mit dem Herzen und anderen Organen. Zudem sei er nach gesetzeskonform behandelt worden, und arbeite mit den Ermittlern zusammen und wolle weiter Geständnisse ablegen. Nach Einschätzung der Opposition ist das Video unter Druck zustande gekommen. „Roman hat nie freiwillig gesagt, was er jetzt in die Kamera gesagt hat“, hieß es bei Telegram. Er sehe zudem „ziemlich gefoltert“ aus. „Sein Gesicht ist geschminkt, Spuren von Schlägen sind sichtbar, seine Nase ist gebrochen.“ Behörden der autoritär regierten Republik hatten am Sonntag ein Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung gezwungen. An Bord der Maschine war nach Angaben von Menschenrechtlern auch der von Lukaschenko international gesuchte Blogger. Einen Tag nach der erzwungenen Landung bestätigte das belarussische Innenministerium, dass der Blogger festgenommen wurde.