Cyberattacke
Nach Hackerangriff und Panik an Tankstellen – größte US-Pipeline liefert wieder

Imron Saeed musste sich am Donnerstag Benzin von seiner Mutter aus Maryland bringen lassen, weil es an seinem Wohnort in Arlington, Virginia, keinen Treibstoff mehr gab.

© Andrew Caballero-Reynolds

Der Hackerangriff auf eine Pipeline in den USA hatte zu Engpässen und turbulenten Szenen an Tankstellen geführt. Jetzt läuft der Betrieb wieder an, doch noch haben nicht alle Tankstellen wieder Benzin.

Nach dem Hackerangriff auf die größte Benzin-Pipeline in den USA und Panikkäufen ist eine Entspannung der Lage an in Sicht: Die Betreibergesellschaft Colonial teilte mit, der Betrieb werde schrittweise wieder aufgenommen. Sie warnte jedoch, dass es mehrere Tage dauern dürfte, bis die Anlage wieder normal läuft.

„Colonial Pipeline hat bedeutende Fortschritte gemacht, unser Pipeline-System sicher neu zu starten“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit). „Die Produktlieferung hat in einer Mehrheit der Märkte begonnen, die wir beliefern.“

Die Firma war vergangene Woche Ziel eines Angriffs mit einem Erpressungstrojaner geworden. Die Pipeline, die von Houston im Bundesstaat Texas bis in den Großraum New York führt, wurde deswegen vorübergehend stillgelegt, um die Bedrohung einzudämmen. Der Betrieb kam dadurch komplett zum Erliegen, was in Teilen des Landes Benzin-Engpässe verursachte.

„Jetzt kühlen sich die Dinge mit einiger Verbesserung ab“, schrieb Patrick De Haan von der spezialisierten Website GasBuddy am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Bis zu einer vollständigen Normalisierung der Lage könnten aber Wochen vergehen: „Die Fortschritte könnten langsam sein.“

Nach Cyberattacke auf Pipeline ging vielen Tankstellen das Benzin aus

Die Lage hatte sich zuletzt verschärft. Im…