Die deutliche Mehrheit der Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) hat den Reformen zugestimmt. Nach Berichten des „Hollywood Reporter“ und der „Los Angeles Times“ wurde damit ein umfassender Änderungsvorschlag des Vorstands angenommen: Die einflussreiche Journalisten-Organisation, die für die Vergabe der Golden Globes verantwortlich ist, soll erweitert werden – und sie soll in Zukunft diverser aufgestellt sein.

„Überwältigende Mehrheit für Veränderung“

Bisher entschieden 86 HFPA-Mitglieder – ausländische Reporter, die seit langem in Hollywood arbeiten – über die Auszeichnungen in 25 Film- und Fernsehkategorien. Jetzt will der Verband noch in diesem Jahr mindestens 20 neue Mitglieder aufnehmen, vorrangig Afroamerikaner. Innerhalb von 18 Monaten soll die Zahl der Mitglieder dann verdoppelt werden. „Das heutige überwältigende Votum zur Reform des Verbandes bekräftigt unser Engagement für Veränderung“, teilte HFPA-Präsident Ali Sar mit.

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Für die ausländischen Journalisten soll es außerdem neue Richtlinien geben – etwa in Bezug auf Einladungen zu Filmevents. Die Annahme von Werbegeschenken ist künftig verboten. Zudem will die Organisation für mehr Transparenz bei der Aufnahme ihrer Mitglieder sorgen – und mit Beratern für Diversität zusammenarbeiten. Die Produktionsfirma Dick Clark, die die Golden-Globes-Zeremonie produziert, begrüßt diese Pläne ebenfalls. Dass sich die HFPA mit externen Beratern und verschiedenen Interessengruppen wie „Time’s Up“ oder „Color of Change“ an einen Tisch setzt, sei „ein großer Schritt in die richtige Richtung“.

Notwendige Reaktion auf massive Kritik

Die Kritik vom Februar, als nach einem Bericht der „Los Angeles Times“ bekannt wurde, dass kein einziges HFPA-Mitglied schwarz ist, hallt noch immer nach. Außerdem wurde die intransparente Kommunikation über die Besetzung der…