Das Netzwerk finanziere mit Spenden weltweit den Terrorismus, erklärte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums über Twitter und zitierte seinen Chef Horst Seehofer mit den Worten: „Wer den Terror bekämpfen will, muss seine Geldquellen austrocknen.“

Das Organisationsverbot wird seit den frühen Morgenstunden mit Durchsuchungen in zehn Bundesländern durchgesetzt, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Neben Ansaar International wurden auch neun weitere Teilorganisationen verboten, die dem als Hilfsorganisation auftretenden Vereinen zugerechnet werden. Dazu zählen unter anderem das Somalische Komitee Information und Beratung in Darmstadt, eine Stiftung des ehemaligen Fußballprofis Änis Ben-Hatira in Berlin und der Verein WWR-Help.

Laut Bundesinnenministerium besteht der Vereinszweck der Organisation laut Satzung in der Unterstützung von Projekten für bedürftige Muslime. Eingesammelte Spenden würden jedoch „nicht nur für humanitäre Zwecke, sondern insbesondere zur Unterstützung terroristischer Organisationen verwendet“, erklärte das Ministerium. Allein im Jahr 2018 habe die Organisation nach eigenen Angaben zwischen acht und zehn Millionen Euro an Spendengeldern eingenommen.

Dieses Geld fließt laut Innenministerium an terroristische Vereinigungen, sowohl in Form direkter Geldflüsse als auch auf dem Wege der Unterstützung karitativer Projekte im Umfeld solcher Vereinigungen. Diese finanzielle Unterstützung helfe den terroristischen Vereinigungen, „ihre Macht und Dominanz in der jeweiligen Region“ zu sichern. Nach SWR-Informationen zählt das Ministerium zu den Spendenempfängern die syrische Dschihadistenmiliz Al-Nusra, die inzwischen in der Miliz Hajat Tahrir al-Sham aufgegangen ist, sowie die Hamas im Gazastreifen und die  Al-Shabaab-Miliz in Somalia. 

Auch der jüngste Selbstmordanschlag auf ein Restaurant in Somalias Hauptstadt ging auf das Konto von Al-Shabaab

Ansaar International verstoße durch „Missionierungsaktivitäten“ auch gegen die…