„Qutentschwarzer“-Entgleisung
Nach rassistischer Nachricht an TV-Experte Aogo: Hertha BSC feuert Aufsichtsrat Jens Lehmann

Ex-Fußballnationaltorwart Jens Lehmann (Archivbild)

© Martin Meissner / AP / DPA

Das ging schnell: Keine zwölf Stunden nach Bekanntwerden einer rassistischen Whatsapp-Nachricht an Dennis Aogo setzt Hertha BSC seinen Aufsichtsrat Jens Lehmann vor die Tür.

Der selbsternannte „Big City Club“ kommt nicht zur Ruhe. Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sein Aufsichtsratsmitglied Jens Lehmann fristlos entlassen. Das teilte ein Sprecher von Klub-Investor Lars Windhorst der Nachrichtenagentur DPA mit.

„Jens Lehmann ist nicht mehr Berater“

Hintergrund ist eine Whatsapp-Nachricht mit rassistischem Inhalt, die Lehmann an den Experten des TV-Senders Sky, Dennis Aogo, geschickt hat. In der Mitteilung – die offenbar für einen anderen Empfänger vorgesehen war – schrieb der WM-Dritte von 2006 zum Auftritt Aogos in der Sky-Berichterstattung zum Champions-League-Halbfinale zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain: „Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?“ Aogo machte den Nachrichten-Irrläufer in einer Instagram-Nachricht öffentlich. (Der stern berichtete.) 

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„Jens Lehmann ist nicht mehr Berater“, sagte Windhorst-Sprecher Andreas Fritzenkötter am Mittwochvormittag. Damit ende auch Lehmanns Mandat im Hertha-Aufsichtsrat. Die Tennor-Gruppe von Windhorst hatte Lehmann vor einem Jahr als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA gebracht.

Lehmann hatte sich am Morgen in Schadensbegrenzung geübt. „In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden für den ich mich im…