Podcast

„Die Stunde Null“
Opernkonzerte als Streaming-Event – funktioniert das?

Probe zu Bellinis Oper „Norma“ an der Hamburger Staatsoper, kurz vor dem ersten Lockdown im März 2020

© Christian Fürst / Picture Alliance

Die Hamburgische Staatsoper muss in der Pandemie komplett umdenken. Für den Geschäftsführenden Direktor Ralf Klöter ist das auch eine Gelegenheit, Neues auszuprobieren – wie Aufführungen im Streaming.

Die Balletttänzer können nicht mehr tanzen, die Opernsänger müssen im Home-Office üben. Auch für die Hamburgische Staatsoper bedeuten Pandemie und Lockdown eine große Umwälzung. Um den Kontakt mit ihrem Publikum zu bewahren, bietet die Staatsoper mittlerweile auch Aufführungen als Video-on-Demand. So sei die Pandemie auch eine Chance, „Dinge mal anders auszuprobieren und auch anders zu zeigen“, sagt Ralf Klöter, geschäftsführender Direktor der Oper, im Podcast „Die Stunde Null“. 

Vorfreude auf Live-Publikum

Am 17. April wurde etwa „Die Fledermaus“ von Strauss auf NDR ausgestrahlt, bis zum 24. Juni kann man die Inszenierung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion durch Romeo Castellucci in der Mediathek von Arte streamen. Ob diese Methoden allerdings „ein Weg in die Zukunft“ sind, ist für Klöter zweifelhaft. Die Staatsoper sei vor allem ein Unternehmen, „das ein Live-Erlebnis anbietet, das ein Publikum zusammenbringt“. Auch für die Künstler könnten gestreamte Aufführungen keinen Auftritt vor einem echten Publikum ersetzen.

Trotzdem bleibt Klöter zuversichtlich. Auch in Zeiten des Lockdowns seien „wirklich ganz erstaunliche Dinge entstanden“, sagt er. „Wir freuen uns sehr darauf, dass wir diese Dinge auf die Bühne bringen werden können. Und wir sind eigentlich auch sehr optimistisch, dass unser Publikum den Weg zurückfindet und mit großer Freude diese Dinge auch annehmen wird“, so Klöter. „Vielleicht…