Medienrechte
Schreckensszenario für Fans: nur noch vier Pokal-Spiele im Free-TV

Im DFB-Pokal-Halbfinale vor wenigen Tagen liefern sich Bremens Yuya Osako (vorn) und Leipzigs Willi Orban einen beherzten Ringkampf

© Carmen Jaspersen / DPA

Der DFB schreibt die Medienrechte für den DFB-Pokal-Wettbewerb aus. Das ist dieses Mal ziemlich kompliziert. Für TV-Zuschauer ohne Pay-Abonnement kann das sehr erfreulich oder sehr ärgerlich ausgehen.

Wenn es gut läuft für die Fußballfans, können sie vom kommenden Jahr an so viele Spiele des DFB-Pokals kostenfrei im TV sehen wie noch nie. Wenn es jedoch schlecht läuft, werden es nur noch vier Live-Übertragungen des Cup-Wettbewerbes im frei empfangbaren Fernsehen sein. Grund für die drohende Reduzierung im Free-TV um rund 70 Prozent ist eine ausgefeilte Ausschreibung, die der neue Geschäftsführer Holger Blask mit seinem Team der DFB GmbH ersonnen hat.

„Grundsätzlich haben wir die Pakete so optimiert, dass sie für eine möglichst große Anzahl potenzieller Medienunternehmen attraktiv sind“, sagte Blask der Deutschen Presse-Agentur. Der Clou dabei ist:  „Das Topspiel-Paket haben wir in zwei gleichstarke Pakete aufgeteilt und beide Pakete sowohl für Free-TV- als auch für Pay-TV-Anbieter geöffnet.“ Die komplexe Ausschreibung lässt es also zu, dass – anders als zuletzt – Bezahl-Anbieter die Free-TV-Sender beim Rechtepoker überbieten.

DFB-Pokal: Finale und Halbfinale bleiben unangetastet

Würden also Medienunternehmen wie Sky, DAZN, Telekom oder Amazon zuschlagen, gäbe es im Extremfall nur vier TV-Übertragungen ohne Zusatzkosten. Das wären „die Halbfinalspiele und das Endspiel um den Vereinspokal des Deutschen Fußball-Bundes“, wie es im Medienstaatsvertrag heißt, die frei empfangbar gezeigt werden müssen. Dazu käme laut Blask noch ein Spiel der ersten Runde.

Das wäre eine deutliche…