Förderungsgesetz
„Schlag ins Gesicht aller Frauen“: Scheitert die Quote an neuen Forderungen der Union?

Ihr gemeinsamer Entwurf für das FüPoGII steht auf der Kippe: Franziska Giffey (r.), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Christine Lambrecht (beide SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz

© Kay Nietfeld / DPA

Weil CDU und CSU neue Bedingungen stellen, ist zwischen den Regierungsfraktion ein heftiger Streit über die Gesetzesvorlage entbrannt, die mehr Frauen in Führungspositionen bringen soll. Wie geht es jetzt weiter?

Steht das Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen von Unternehmen womöglich vor dem Scheitern? Wie zuerst die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, ist unter den Vertretern der Regierungsfraktionen im Bundestag in der vergangenen Woche offenbar ein heftiger Streit um die entsprechenden gesetzlichen Regeln entbrannt.

Demnach würden neue, von der Union hervorgebrachte Forderungen den ursprünglichen Entwurf der Ministerinnen für Justiz sowie für Familie und Frauen, Christine Lambrecht und Franziska Giffey (beide SPD), deutlich verwässern. Um das Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen (FüPoGII) noch rechtzeitig vor der Sommerpause durch Bundestag und Bundesrat zu bringen, wird die Zeit nun knapp.

„Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Frauen“

Die Union will nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ eine längere Übergangszeit von 18 Monaten, bis die neuen Regeln greifen, und dass große Unternehmen die Regeln nur konzernweit, nicht aber für jedes Einzelunternehmen anwenden müssen. Gemäß der neuen Forderungen sollten außerdem amtierende Vorstände weiter verlängert werden.

„Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, dass die Union trotz Koalitionseinigung im November jetzt durch die Hintertür versucht, den Gesetzentwurf für das Zweite…