Die Kameras mögen sich am Mittwochabend an der Stamford Bridge auf Thomas Tuchel und Zinedine Zidane fokussieren, doch die kürzlich gescheiterte europäische Super League hat den Blick auf die Handvoll Männer gelenkt, die Europas größte Klubs wirklich im Griff haben.

Real Madrid und der FC Chelsea sind zwei davon, und beide gehörten zu den Gründungsmitgliedern der unglückseligen Super League. Hinter beiden Klubs stehen mächtige Männer, doch Real-Präsident Florentino Perez und Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch haben ganz unterschiedliche Gründe, sich im europäischen Elitefußball zu engagieren.

Während Perez als einer der Hauptarchitekten des Super-League-Coups galt, gehörten Chelsea und Abramowitsch zu den ersten, die aufgrund von Fanprotesten ihren Ausstieg verkündet haben.

Good cop, bad cop? Nicht ganz! Abramowitsch ist normalerweise kein Eigentümer, der eine enge Beziehung zu den Fans seines Klubs sucht, trotz seiner Popularität. Und obwohl Perez ein mächtiger gewählter Präsident ist, gehört ihm der Verein, den er führt, nicht wirklich.

Die beiden Männer haben höchst unterschiedliche Visionen vom (Fußball-)Spiel – auch wenn beide letztlich dem gleichen Ziel nachjagen.

Bescheidene Anfänge

Der Zufall will es, dass beide Milliardäre zunächst eine Karriere im Ingenieurwesen anstrebten. Von Beruf Bauingenieur, versuchte sich der heute 74-jährige Perez als Stadtrat in Madrid und als Kandidat bei den spanischen Parlamentswahlen in der Politik, bevor er in die Bauindustrie wechselte. Derzeit ist er Vorsitzender und Miteigentümer von ACS, einem der weltweit führenden Bauunternehmen. Sein Nettovermögen wird auf 2,2 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro) geschätzt.

Geschäftsmann und Real-Präsident in Personalunion: Florentino Perez

Auch Abramowitsch absolvierte ein Ingenieurstudium und begann nach einem kurzen Einsatz in der Sowjetarmee seine unternehmerische Reise mit dem Verkauf von Gummienten in seiner Moskauer Wohnung.

Nach dem…