Der frühe Termin im laufenden Jahr am 5. Mai sei ein »Alarmsignal und Armutszeugnis« für die verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der vergangenen Jahre, heißt es vom Vorstandsvorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Olaf Bandt.

Der Termin des Erdüberlastungstages wird jährlich vom Global Footprint Network, einer in den USA und der Schweiz ansässigen Denkfabrik errechnet. Er wird sowohl für einzelne Länder als auch für den gesamten Planeten angegeben. Ab dem errechneten Stichtag hat die Bevölkerung eines Landes – oder die Menschheit insgesamt – alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die im Laufe eines Jahres erzeugt werden können.

Dass Deutschland schon so früh im Jahr seine natürlichen Ressourcen verbraucht hat, liegt laut BUND unter anderem am hohen Energieverbrauch, dem hohen CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie der Verunreinigung von Böden, Luft und Grundwasser. »Würden weltweit alle Menschen so verschwenderisch leben wie wir, bräuchte die Menschheit drei Erden, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken«, sagt Bandt.

Zu den Ressourcen, die in Deutschland zunehmend zum Problem werden, gehört seit einiger Zeit beispielsweise auch Wasser. Aufgrund von geringeren Niederschlägen und niedrigeren Grundwasserpegeln könnte in manchen Regionen Trinkwasser immer knapper werden. Das liegt zum einen daran, dass das Grundwasser immer aufwendiger gefördert werden muss, aber auch an der Infrastruktur wie veralteten Wasserleitungen, die angepasst werden müssen.

Globaler Erdüberlastungstag im Sommer

Deutschland lebe ab jetzt auf Pump und verschwende die Lebensgrundlagen aller Länder und zukünftiger Generationen. Die Umweltschützer bezogen sich in ihrer Kritik auch auf das kürzliche Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das Nachbesserungen am deutschen Klimaschutzgesetz eingefordert hatte.

Im vergangenen Jahr sollte der deutsche Erdüberlastungstag wie im Vorjahr am 3. Mai stattfinden, wurde wegen der…