Einbußen für Selbstständige
Studie: Einkommensungleichheit in Corona-Pandemie gesunken

Menschen in nichtselbstständigen Arbeitsverhätnissen sind in der Krise nicht so stark von Einbußen betroffen wie Selbstständige – jedenfalls im Moment. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Einkommen in Deutschland sind ungleich verteilt, daran hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert. Verschärft Corona die Entwicklung? Eine Studie kommt zu einem auf den ersten Blick überraschenden Ergebnis.

Ausgerechnet in der Corona-Pandemie hat sich die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland einer Studie zufolge etwas verringert.

Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) verzeichneten vor allem Selbstständige, die meist zur oberen Hälfte der Einkommensgruppen zählen, Verluste durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

«Schon in der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass sich die Einkommensungleichheit in Krisenzeiten reduziert, weil die oberen Einkommen stärker sinken als diejenigen der unteren Einkommensgruppen», erläuterte Studienautor und DIW-Experte Markus Grabka. «In der Corona-Pandemie wirken sich die rückläufigen Einkommen von Selbstständigen besonders auf die Verteilung aus.»

Die sinkende Ungleichheit sei allerdings nur eine Momentaufnahme. «Zieht sich die Pandemie noch weit in das Jahr hinein und verschärfen sich die Eindämmungsmaßnahmen noch einmal, könnte dies mit steigenden Insolvenzzahlen und zunehmender Arbeitslosigkeit einhergehen und auch die Einkommenssituation in der Breite treffen», warnte Grabka.

Der Studie zufolge verringerten sich die monatlichen Haushaltsnettoeinkommen der Selbstständigen im zweiten Lockdown um durchschnittlich 16 Prozent…