Kooperation mit Bringdienst Picnic
So will Edeka den Online-Lebensmittelhandel aufmischen

Edeka will online expandieren

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Edeka will im Onlinehandel mit Lebensmitteln stärker mitmischen. Die Supermarktkette setzt dort künftig voll auf eine Kooperation mit dem Anbieter Picnic. Und auf einen cleveren Schachzug bei der Lieferung.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka setzt im Onlinehandel in Zukunft ganz auf das niederländische Start-up Picnic. „Picnic wird der Online-Arm von Edeka werden“, sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Montagabend in der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf.

Picnic ist in Deutschland bislang nur in Nordrhein-Westfalen präsent, hat dort aber im Corona-Jahr 2020 enorme Wachstumsraten erzielt und die Zahl seiner Kunden nach eigenen Angaben innerhalb von zwölf Monaten von 50.000 auf 200.000 erhöht. Das Unternehmen liefert mit einer Flotte von 400 selbst entwickelten Elektrofahrzeugen mittlerweile in 45 Städten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Ware ins Haus. Bereits im nächsten Jahr könnte Picnic nach den Worten von Deutschland-Chef Fredric Knaudt auch in andere Bundesländer expandieren. 

Edeka-Chef Mosa betonte, der Onlinehandel mit Lebensmitteln habe sich 2020 verdoppelt, und Edeka wolle hier nicht den Einstieg verpassen. Deshalb habe man sich bereits vor einiger Zeit zum Engagement bei Picnic entschlossen. Edeka sei überzeugt, dass das Konzept des Unternehmens am ehesten die Chance biete, im Onlinehandel mit Lebensmitteln Geld zu verdienen. Während die Kunden bei den meisten anderen Anbietern ein Zeitfenster für die Lieferung der Ware auswählen können, liefert Picnic die Produkte wie früher der Milchmann zu festgelegten Zeiten. So können die Zustellungen in einer Straße oder in einem Viertel gebündelt werden. Das garantiert eine bessere Auslastung der Fahrzeuge und…