Corona-Pandemie
G20-Länder beraten über Neustart und Zukunft des Tourismus

Fast menschenleer ist der Ostseestrand auf der Insel Usedom. Die G20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer will ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche geben. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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Wie kommt wieder Schwung ins Reisegeschäft während und nach der Corona-Pandemie? Darüber beraten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Und sie denken weiter: an den Urlaub der Zukunft.

Kaum Flugreisen, leere Hotels und Reisewarnungen – der Tourismus kommt langsamer als viele andere Wirtschaftszweige aus dem Corona-Tief. Jetzt will die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Branche geben.

Fachminister und andere politisch Verantwortliche kommen am Mittag (12.30 Uhr) zu einer Video-Konferenz unter der Leitung Italiens zusammen. Rom hat in diesem Jahr den Vorsitz in der G20-Runde der Top-Wirtschaftsnationen.

Auf der Tagesordnung steht die Frage, wie das internationale Reisegeschäft wieder zur Normalität zurückkehren kann. In zahlreichen Staaten liegt der Tourismus wegen der Corona-Krise seit Monaten am Boden. In Deutschland sind viele Urlaubsbetriebe seit rund einem halben Jahr dicht. Fluggesellschaften überleben seit dem Virus-Ausbruch nur mit Hilfe staatlicher Geldspritzen.

Im Gastgeberland Italien etwa steuerte die Reisebranche vor der Pandemie rund 13 Prozent zur Wirtschaftskraft bei. In Deutschland arbeiten nach Branchenangaben fast drei Millionen Beschäftigte im Tourismus (6,8 Prozent aller Erwerbstätigen). Dabei war das Reisegeschäft in den Jahren vor der Krise ein starker Motor zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Weltweit hat der Tourismus seit sechs Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen, wie die OECD in…