Ein Viertel der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ist mittlerweile geimpft, nun fällt auch bundesweit merklich die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Jeder vierte Landkreis in Deutschland hat mittlerweile wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. So liegen aktuell 103 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter dieser politisch gesetzten Marke.

Zum Vergleich: Vor einer Woche waren nur 57 Kreise unter der 100er-Schwelle. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, greift die sogenannte Bundes-Notbremse. Damit gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen.

Bund und Länder hatten sich auf die Notbremse geeinigt, um bundeseinheitliche Regeln bei hohen Inzidenzen einzuführen. Zuvor hatten sich einzelne Ministerpräsidenten über Absprachen der Bund-Länder-Runde hinweggesetzt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach der Einigung die Hoffnung geäußert, dass viele Landkreise proaktiv geeignete Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aufstellen, um nicht die 100er-Schwelle zu passieren. Oder diese rasch wieder zu unterschreiten.

Regionale Inzidenzen von 32 bis 557

Die Infektionslage ist in den Ländern allerdings immer noch recht unterschiedlich. So gab das RKI die Inzidenz in Schleswig-Holstein am Dienstag mit 57 an. Auch Hamburg und Niedersachsen lagen unter der Marke von 100. Thüringen mit einer Inzidenz von 217 und Sachsen mit einem Wert von 204 liegen hingegen deutlich drüber. Auf Kreisebene sieht es in Flensburg (32) besonders gut aus, der Saale-Orla-Kreis in Thüringen weist bundesweit mit 557 Infizierten auf 100.000 Einwohner die höchste Inzidenz auf.

Bundesweit betrachtet weisen dennoch mehrere Kennzahlen zum Infektionsgeschehen in Richtung Entspannung:

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7534 Corona-Neuinfektionen. Am…