Gefahr aus dem All
20 Tonnen schwer – Trümmer von chinesischer Rakete drohen auf die Erde zu krachen

Die Rakete, die in den kommenden Tagen in Richtung Erde stürzt, hatte dieses Modul für die neue chinesische Raumstation ins All gebracht. Das Foto stammt aus einem chinesischen Video.

© Anonymous/CCTV via AP Video

Chinas Raumfahrtmission könnte in den kommenden Tagen ein gefährliches Nachspiel haben. Eine schwere Rakete, die Teile einer neuen Raumstation ins All gebracht hat, wird auf die Erde stürzen.

Bruchstücke einer riesigen chinesischen Rakete drohen in den nächsten Tagen auf die Erde zu stürzen. Es sind Trümmerteile einer Trägerrakete, die für den Bau von Chinas neuer Raumstation verwendet wurde. Raumfahrtexperten sind besorgt und warnen vor einem „unkontrollierten“ Wiedereintritt eines 20 Tonnen schweren Teils in die Erdatmosphäre. Die Rakete hatte am Donnerstag das 22 Tonnen schwere Kernmodul „Tianhe“ (Himmlische Harmonie) ins All gebracht. Damit begann die junge Raumfahrtnation den Bau seiner eigenen Raumstation

Grund für den unkontrollierten Wiedereintritt sei das Design der Rakete vom Typ „Langer Marsch 5B“. Der Hauptteil lasse sich nicht steuern und habe auch keine Flugbahn gehabt, um an einem vorbestimmten Punkt ins Meer zu fallen. „Wir wissen nicht wo“, sagte der Astrophysiker Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Dienstag in Peking. „Im schlimmsten Fall wird es wie der Absturz eines kleinen Flugzeugs, der sich aber über Hunderte Kilometer verteilt.“ Es sei ungewiss, wie viele Bruchstücke nach dem Wiedereintritt übrig blieben. „Aber genug, um Schaden anzurichten.“

Chinas Raumfahrtmission: Raketenteil potenzielles Risiko für „Menschen oder Eigentum“

Da die Hauptraketenstufe etwa alle 90 Minuten um die Erde kreise, sei ungewiss, wann und wo genau sie in die…