In einem Prozess zwischen Apple und der «Fortnite»-Firma Epic Games geht es darum, wie Apps auf dem iPhone vermarktet werden. Am ersten Tag nahmen Apples Anwälte Epic-Chef Tim Sweeney ins Kreuzverhör.

Apple und der «Fortnite»-Entwickler Epic Games streiten in einem Prozess, der das App-Geschäft auf dem iPhone verändern könnte. Die Spielefirma will einen eigenen App Store auf dem iPhone betreiben und Apple keine Abgabe für Einnahmen aus dem Verkauf digitaler Artikel zahlen.

Apple verteidigt das aktuelle System, bei dem Anwendungen nur über den App Store des Konzerns geladen werden können. Das sei unter anderem notwendig, um die Nutzer vor Betrug und Software-Fehlern zu schützen.

Der Streit entbrannte im August. Epic hielt sich nicht mehr an die seit mehr als einem Jahrzehnt geltende Vorgabe, dass virtuelle Artikel in seinem populären Spiel «Fortnite» auf iPhones nur über das System der In-App-Käufe von Apple angeboten werden können. Dabei behält Apple 30 Prozent des Kaufpreises ein.

Epic-Anwältin Katherine Forrest verglich Apple deswegen zum Prozessauftakt am Montag mit einem Autobauer, der jedes Mal 30 Prozent vom Preis beim Auftanken haben wolle. Apple entgegnete, es seien in der Branche übliche Konditionen und die Investitionen in den Aufbau der Plattform rechtfertigten die Abgabe. Außerdem könnten «Fortnite»-Spieler digitale Inhalte oder die Spiel-Währung «V-Bucks» auch anderswo kaufen und auf dem iPhone nutzen – ohne dass dabei etwas an Apple abfiele.

Epic-Chef Tim Sweeney sagte unter anderem, Apples Regeln schadeten «jeder Facette» des Epic-Geschäfts. Er unterstütze das Recht von Apple, ein System für In-App-Käufe anzubieten – aber es müsse auch Raum für Alternativen geben. Sweeney kam trotz Corona-Einschränkungen persönlich in den Gerichtssaal im kalifornischen Oakland.

Im Kreuzverhör…