Schauspieler Volker Bruch hat einen Antrag auf Mitgliedschaft in die Protestpartei »Die Basis« gestellt. Das bestätigte der Medienbeauftragten der Partei, David Claudio Siber, dem SPIEGEL. Bruchs Parteimitgliedschaft sei noch nicht vollzogen, da er noch abschließend identifiziert werden müsse.

Bruch soll gemeinsam mit Jan Josef Liefers und dem Autor und »Tatort«-Regisseur Dietrich Brüggemann einer der Initiatoren der #allesdichtmachen-Aktion gewesen sein, die in den vergangenen Wochen für viel Kritik gesorgt hatte, weil sich darin rund 50 Schauspieler und Schauspielerinnen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen gestellt hatten. Wenngleich Bruch auf Nachfrage keine weiteren Angaben dazu machen will, welche Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe geherrscht hat: »Es ging uns immer um Inhalte. Wer wann wen angerufen hat, um das alles möglich zu machen, spielt keine Rolle.«

Zuvor hatte das Rechercheportal »netzpolitik.org« über Bruchs Mitgliedsantrag berichtet.

Bereits am Set der Serie »Babylon Berlin«, deren vierte Staffel gerade in Berlin gedreht wird, hat Bruch offenbar für Irritationen gesorgt. Mit seiner Befreiung vom Tragen einer Maske musste das Hygienekonzept der Produktion angepasst werden. Wie der SPIEGEL berichtete, meldeten Mitarbeiter des TV-Sets zudem, dass der 41-Jährige auch bei Feiern gegen Alkohol- und Abstandsverbote verstoßen hatte.

Zudem unterstützen Bruch und seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Miriam Stein, die Initiative »Stimmen unserer Mitglieder«, die lange ein Holocaust verharmlosendes Corona-Statement auf ihrer Seite hatte. »Ein Stück Stoff dient wieder dazu, die Menschen in Gut und Böse zu trennen. Vor allem in Deutschland sollten wir es besser wissen.« Mittlerweile wurde die Aussage gelöscht. »Als ich vor ein paar Monaten das Positionspapier las«, heißt es von Bruch ganz allgemein zu der Initiative, »war ich begeistert und habe sofort unterzeichnet. Jeder einzelne Punkt darauf ist unbedingt unterstützenswert…