Ex-US-Präsident Donald Trump war für seine strenge Ausländerpolitik berüchtigt. Die »Null-Toleranz-Politik« seiner Regierung sorgte für dramatische Szenen an der Südgrenze zu Mexiko. Allein 2018, als die verschärfte Grenzpolitik in Kraft trat, trennten bewaffnete Grenzpolizisten Hunderte Eltern von ihren Kindern, weil die Familien versucht hatten, illegal einzureisen.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden will nun erstmals getrennte Migrantenfamilien wieder zusammenführen. »Heute ist erst der Anfang. Wir bringen die erste Gruppe von Familien wieder zusammen, viele weitere werden folgen und wir wissen, wie wichtig es ist, diesen Familien die Stabilität und die Ressourcen zu geben, die sie zur Heilung brauchen«, teilte Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas mit.

Der Minister schrieb auf Twitter zunächst von »vier Müttern, die nach so vielen Jahren ihre Kinder wieder umarmen werden«.

»Sie sind Mütter, die aus extrem gefährlichen Situationen in ihren Heimatländern geflohen sind und die in einem gefährlichen Umfeld in Mexiko geblieben sind«, so Mayorkas weiter. Wie diese Familien ausgewählt worden seien, erklärte der Minister nicht.

Die Leiterin der von Biden einberufenen Arbeitsgruppe zur Zusammenführung von Familien, Michelle Brané, habe gesagt, mehr als 1000 Familien seien noch getrennt. Die unvollständige Aufzeichnung durch die Trump-Regierung erschwere es, eine genaue Zahl zu nennen.

Trump-Regierung sperrte Kinder nach Gerichtsurteil gemeinsam mit Eltern ein

Als Teil der »Null-Toleranz-Politik« von Trump, mit der die US-Behörden illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten wollten, wurden Tausende Familien beim Grenzübertritt von Mexiko in die USA auseinandergerissen.

Die Praxis der Trennung von Eltern und Kindern hatte international Empörung ausgelöst. Ein Gericht befand das Vorgehen 2018 als inhuman und verfassungswidrig und ordnete Zusammenführungen an. Trump beendete die Praxis zwar schließlich, Kinder wurden in der…