Umfrage von „Aktion Mensch“
Menschen mit Behinderung fordern mehr Barriereabbau und Verständnis

Ein Mann in einem Rollstuhl steht vor einer Treppe

© cirano83 / Getty Images

Viele Menschen mit Behinderung haben es in ihrem Alltag nach wie vor schwer. Das zeigt eine Umfrage der Organisation „Aktion Mensch“. Demnach bereiten besonders Ämter und Behörden große Schwierigkeiten. Auch fehlendes Verständnis der Bevölkerung wird bemängelt.

Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Eine Umfrage der Organisation „Aktion Mensch“ anlässlich dieses Tages zeigt, dass es beim Thema Gleichstellung und Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft in Deutschland noch gravierende Mängel gibt.

Mehr als 1000 Menschen mit einer Schwerbehinderung wurden für die Studie nach ihren größten Herausforderungen im Alltag befragt. Die meisten Schwierigkeiten gebe es demnach im Umgang mit Ämtern und Behörden, dahinter folgen die Bereiche Beruf und Mobilität. Auch Freizeitgestaltung und öffentliche Einrichtungen stellen Problembereiche dar. 

Leben mit Behinderung

Mutter im Rollstuhl: „Eine andere Mutter sagte mir, mein Anblick verstöre ihr Kind“

14.12.2020

Viele Probleme bei Ämtern und Behörden

„Barrierefreiheit wird oft mit Rampen, Aufzügen oder barrierefreien Eingängen gleichgesetzt“, so Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch. Doch es seien nicht nur sichtbare Barrieren, die Menschen mit Behinderung das Leben schwer machten. „Oft fangen die Probleme bereits im zwischenmenschlichen Umgang oder bei bürokratischen Hürden an.“

Für einen Großteil der Befragten gehöre der Umgang mit Ämtern und Behörden zu den größten Herausforderungen. 58 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen vor allem an Aufklärung und Informationen zu den eigenen Ansprüchen und…