von Eugen Epp

03.05.2021, 13:40 Uhr

Torben Platzer ist Unternehmer, Influencer und Social-Media-Experte. Im NEON-Interview erzählt er, wie er als Selbstständiger seinen Weg gefunden hat, warum Erfolg sich nicht nur in Geld messen lässt und wie User mit den Gefahren von Social Media umgehen können.

NEON: Torben, beschreibe doch einmal kurz, was genau du beruflich machst.
Torben Platzer:
Wir haben uns mit unserer Medien- und Brandingagentur auf den Markenaufbau für Personenmarken spezialisiert. Ich selbst habe mit Social Media meine Reichweite aufgebaut, insgesamt fast 500.000 Follower. Wir helfen anderen Personenmarken dabei, ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Ich war früher ein introvertierter Typ – mir persönlich hat Social Media die Möglichkeit gegeben, mich überhaupt mal mit Leuten zu connecten. Und ich finde es spannend, dass man diese Kanäle nicht nur für Entertainment, sondern auch für informativen Content nutzen kann.

Ist es für solche Menschen einfacher, über das Internet zu kommunizieren?
Viele können in Social Media besser über ihren Schatten springen. Wenn ich zum Beispiel in eine Kamera spreche, ist es etwas anderes, als wenn eine Person direkt vor mir steht. Da kann ich ein Video ein zweites oder drittes Mal aufnehmen. Gerade während des vergangenen Jahres, als viel herkömmliche Kommunikation nicht mehr möglich war, hat man auch gesehen, dass so etwas wie Meetings aus dem Homeoffice eine tolle Möglichkeit sind, über viele Kilometer hinweg miteinander zu reden und zu arbeiten.

Du hast gerade deine Autobiografie mit dem Titel „Living a Selfmade Life“ veröffentlicht. Was bedeutet dieses selfmade life für dich?
Für mich bedeutet es, seinen eigenen Weg zu gehen. Ich selbst habe lange Zeit auf andere gehört. Meine Eltern haben mir gesagt: Torben, mach dein Abitur, mach dein Studium. Tatsächlich habe ich erst mit 27 Jahren, als ich mit meinem Studium…