Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht statt. Das teilten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei einer Pressekonferenz mit.

Als Begründung dafür, dass die Entscheidung jetzt getroffen wurde, nannte Reiter die Lage der sogenannten Beschicker, die nun die Verträge abschließen müssten. Aufgrund des Auf und Abs der Corona-Infektionslage sei eine gesicherte Prognose nicht möglich, sagte Reiter.

Auch wolle man die Reputation des Oktoberfestes schützen, so Söder. Ein Oktoberfest mit Maßnahmen wie Mindestabständen und Masken innerhalb der berühmten Festzelte sei nicht möglich, sagte er. Man wolle die Marke Oktoberfest nicht dadurch beschädigen, dass es ein Superspreader-Event werde.

Sechs Millionen Besucher in früheren Jahren

Die Wiesn 2021 sollte vom 18. September bis zum 3. Oktober stattfinden. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kamen in früheren Jahren zum größten Volksfest der Welt. Bereits 2020 wurde das Oktoberfest abgesagt.

Söder sagte, dass auch die weiteren großen Volksfeste in Bayern nicht stattfinden sollten. Dies werde den Kommunen empfohlen.

Bereits zuletzt hatten sich beide Politiker skeptisch darüber geäußert, ob das Oktoberfest angesichts der Corona-Lage stattfinden kann. Das Oktoberfest sei nicht nur ein bayerisches Fest, sondern ein globales Event, hatte Söder gesagt.

Die erneute Absage trifft wirtschaftlich nicht nur Wirte, Schausteller und Budenbesitzer auf dem Volksfest selbst, sondern auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler. Im Jahr 2019 hatte die Wiesn nach Angaben der Stadt einen Wirtschaftswert von rund 1,23 Milliarden Euro.