Luftverkehr
Anleger mit harter Kritik zur Lufthansa-Hauptversammlung

Mit Blick auf die Lufthansa-Hauptversammlung haben Anleger und Umweltschützer harte Kritik am Kurs des Luftverkehrskonzerns geäußert. Foto: Andreas Arnold/dpa

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Mit Rekordverlust, gestrichener Dividende und dem Wunsch nach weiterem Kapital stellt sich der Lufthansa-Vorstand den Aktionären. Manche sind mit dem Kurs durch die Corona-Krise nicht einverstanden.

Mit Blick auf die Lufthansa-Hauptversammlung an diesem Dienstag (4. Mai) haben Anleger und Umweltschützer harte Kritik am Kurs des Luftverkehrskonzerns geäußert.

Man sei nach schwacher Bewältigung der Corona-Krise nicht bereit, dem Management einen Blanko-Scheck auszustellen, erklärte der Fondsmanager Michael Gierse von der genossenschaftlichen Union Investment am Montag. Man werde daher gegen den «völlig überdimensionierten» Kapitalvorratsbeschluss stimmen, mit dem sich der Vorstand einen Rahmen von bis zu 5,5 Milliarden Euro für neues Eigenkapital genehmigen lassen will.

Vorstandschef Carsten Spohr wirbt in seiner vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung hingegen um Zustimmung. «Der Beschluss soll uns in die Lage versetzen, flexibel eine Kapitalerhöhung durchzuführen, damit wir unsere Bilanzkennzahlen wieder stärken und zu alter finanzieller Stabilität zurückkehren zu können. (…) Klar ist, dass wir einen Großteil der Erlöse für die Rückführung der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen nutzen werden.»

Union Investment verlangt in der Krise ein stärker fokussiertes Geschäftsmodell und zweifelt an dem Konzept, unter der Marke «Eurowings Discover» zusätzliche touristische Fernflüge anzubieten. Gemeinsam mit der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka will Union Investment gegen die Berufung der Chefin des Hamburger Hafens, Angela Titzrath, in den Aufsichtsrat stimmen. Sie habe zu viele Mandate…