«Lifestyle-Linke»
Wagenknecht: «bissige» und positive Reaktionen auf Buch

Sahra Wagenknecht, Autorin und frühere Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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Sie steht zwar nicht mehr in der ersten Reihe der Linkspartei, bleibt aber ihr wohl bekanntestes Gesicht mit Promi-Status. Mit ihrem neuem Buch sorgt Sahra Wagenknech für Wirbel in den eigenen Reihen.

Die frühere Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, bekommt nach eigener Aussage positive Rückmeldungen auf ihr viel diskutiertes neues Buch.

«Von denen, die mich nicht mögen, habe ich natürlich auch einige bissige Reaktionen erhalten», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Es kämen aber auch aus der eigenen Partei «sehr viele positive Rückmeldungen».

Mit ihrem Buch «Die Selbstgerechten – Mein Gegenprogramm für Gemeinsinn und Zusammenhalt» hatte Wagenknecht ein großes Medienecho ausgelöst. Einige Vertreter der Linken hatten mit Empörung reagiert. Einen halben Monat nach dem Erscheinungstermin steht das Buch in den Bestsellerlisten von «Spiegel» und «Focus» weit vorn. Wagenknecht zufolge war die erste Auflage in den Buchläden bereits einen Tag nach Erscheinen weitgehend vergriffen.

Die Politikerin, die in der Vergangenheit immer wieder den Kurs der eigenen Partei kritisiert hatte, etwa in der Migrationspolitik, greift im Buch die aktuelle Ausrichtung linker Parteien grundsätzlich an. Sie beklagt eine Überheblichkeit und spricht von einer dominierenden Strömung von «Lifestyle-Linken», die ihrer Ansicht nach den eigenen Lebensstil zur Tugend verklären, die Bodenhaftung verloren haben und auf diejenigen herabblicken, die ein einfacheres oder traditionelleres Leben führen.

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