In der Chipkrise müssen die Ford-Werke in Köln die Produktion in den nächsten Monaten herunterfahren. In Köln werde es Kurzarbeitstage vom 3. Mai bis einschließlich 18. Juni sowie vom 30. Juni bis 9. Juli 2021 geben, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Produktion solle nach dem sich anschließenden Werkurlaub wieder am 16. August 2021 starten. Von den 15.000 Beschäftigten in Köln seien rund 5000 von der Kurzarbeit betroffen. Auch am Standort Saarlouis gebe es in Absprache mit den Arbeitnehmervertretern Kurzarbeit.

»Die Lage auf dem globalen Halbleiter-Markt bleibt angespannt und wird es allen Schätzungen zufolge auch in den nächsten Monaten bleiben, woraus sich Lieferengpässe ergeben«, sagte ein Ford-Sprecher. »Die ausgefallene Produktion werden wir bestmöglich aufholen«, sagte er. »Wir arbeiten daran, die Situation schnellstmöglich zu verbessern.«

Nicht der erste betroffene Autokonzern

Ford steht mit den Lieferproblemen bei Chips nicht allein. Auch die Autohersteller Volkswagen, Audi, Daimler und BMW hatten deshalb Produktionseinschränkungen angekündigt. Grund für die Engpässe bei Elektronikchips ist, dass viele Firmen während des Auto-Absatzeinbruchs zu Beginn der Coronakrise ihre Produktion auf Unterhaltungselektronik umgestellt hatten – im zuletzt wieder besser laufenden Autogeschäft fehlen nun Teile.

Zuvor hatte Ford wegen des coronabedingten Nachfragerückgangs bereits angekündigt, die Produktion in Köln an Freitagen ruhen zu lassen. Auch im Werk in Saarlouis sollen in der Zeit vom 3. bis zum 18. Mai und vom 25. Mai bis zum 7. Juni die Bänder stillstehen, wie kürzlich bekannt wurde. Dort sind rund 4500 Ford-Mitarbeiter betroffen. Über weitere Kurzarbeitstage in Saarlouis werde bereits verhandelt, hieß es.