Alexander Schwolow hat sicherlich schon langweiligere Bundesliga-Spiele erlebt als dieses beim FSV Mainz 05. Immer wieder stand der 28-jährige Torhüter von Hertha BSC im Mittelpunkt – und sorgte entscheidend mit dafür, dass die abstiegsbedrohten Berliner am Ende ein 1:1 (1:1) und damit einen wichtigen Punkt holten. Die 14-tätige Zwangspause wegen der Corona-Quarantäne war dem Keeper nicht anzumerken.

Torwartübungen auf dem Balkon

„Ich habe zu Hause zum Glück ein Riesen-Balkon. Da habe ich die ganze Zeit Richtungswechsel geübt, die Bälle gegen die Wände gespielt und irgendwie versucht Torwartübungen nachzumachen“, erzählte Schwolow nach dem Spiel der ARD. „Als wir am Freitag im Training angefangen haben, war es gar nicht so schwierig nach den zwei Wochen Pause. Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht. Die Leistung hat von allen gepasst, von mir auch.“

Und das ist alles andere als eine Untertreibung: Wenn seine Mannschaft ihn brauchte, war Schwolow zur Stelle. Mal parierte er mit einer Fußabwehr, mal tauchte er ab und schnappte den Mainzer Stürmern den Ball weg, einmal rettet die Latte. Seine größte Tat vollbrachte Schwolow schon früh im Spiel: Als der Mainzer Angreifer Adam Szalai frei im Strafraum auftauchte und den Ball ins Tor heben wollte, fuhr Schwolow blitzschnell den Arm aus und vereitelte die Führung der Mainzer, die Hertha vielleicht ein wenig das Genick gebrochen hätte.

Sicherer Rückhalt: Alexander Schwolow hielt gegen Mainz, was zu halten war

„Ich ärgere mich natürlich, dass wir nicht Führung gegangen sind“, sagte Szalai bei Sky. „Ich wollte lupfen. Ich war sicher, dass er schnell runter geht, aber der eine Arm war noch oben.“ Stattdessen erzielte Berlin nach 36 Minuten durch Lucas Tousart überraschend selbst das 1:0. Allerdings dauerte die Freude nur kurz: Vier Minuten später glich Philipp Mwene mit einem schön ins obere, rechte Eck gedrehten Schuss aus 18 Metern aus (40.). Dieses eine Mal war auch Schwolow machtlos.

Schwolow als…