Gesundheitswesen
Ärztepräsident sieht Verbesserungsbedarf nach Corona-Krise

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, zu Beginn eines dpa-Interviews. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

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Die Corona-Pandemie ist eine schwere Belastungsprobe für das deutsche Gesundheitswesen – doch was folgt aus akuten Mängeln und Problemen? Die Ärzte wollen über eine Reihe dringender Konsequenzen beraten.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht als Lehre aus der Corona-Krise großen Verbesserungsbedarf von Notfallplänen bis zur Pflege – aber auch eine Warnung vor zusätzlichem Kostendruck.

«Wir brauchen eine kritische Analyse der jetzt zu Tage getretenen Schwächen», sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. «Der Wert des Gesundheitswesens ist in der Krise aber sehr deutlich geworden.» Daran sollte man sich erinnern, wenn wieder Debatten darüber geführt würden, wie Strukturen ausgedünnt und auf reine Kosteneffizienz getrimmt werden sollten.

Lehren aus dem Corona-Krisenmanagement sind ein Thema des Deutschen Ärztetages, der an diesem Dienstag als Online-Veranstaltung beginnt. Es sind die ersten großen Beratungen der Ärzteschaft seit Beginn der Pandemie, nachdem der Ärztetag im vergangenen Jahr ausgefallen war.

Reinhardt sagte, Deutschland sei im Kampf gegen Corona «nicht mehr so exorbitant gut, wie es nach der ersten Welle aussah». Und es sei «nicht wahrscheinlich, dass es noch einmal 100 Jahre bis zu einer nächsten größeren Gesundheitskrise dauert». Deutschland müsse sich den Mehraufwand für Reserven an Betten oder Schutzausrüstung leisten. «Es darf nicht wieder so etwas wie im Frühjahr 2020 passieren, als wir nicht einmal Masken und Schutzkleidung hatten.» Das werfe auch Fragen auf, wie man bei Produktionskapazitäten unabhängiger vom Weltmarkt werden könne.

In der Alten-…