Prinzessin Leia zieht in den Kampf gegen die Truppen von Darth Vader. Mit etwas Fantasie könnte dies eine Szene aus einem Krieg-der Sterne-Film sein. Dies ist aber nicht Alderaan, sondern Belarus. Zehntausende Menschen protestierten dort 2020 friedlich gegen Machthaber Alexander Lukaschenko – viele Teilnehmerinnen in weißen Kleidern. Lukaschenko ließ die Demonstrationen regelmäßig niederschlagen. Die Frau auf dem Foto hat als besonders starkes Zeichen gegen die Gewalt ein Brautkleid angezogen. Der Kontrast könnte kaum größer sein.

Umklammern für die Freiheit 

Egal ob die Demonstrantinnen weiß oder rot tragen, sie fallen in jedem Fall auf vor den martialisch gekleideten belarussischen Sicherheitskräften. Auch diese junge Frau protestiert gegen Machthaber Lukaschenko. Statt auf ein Brautkleid setzt sie auf Körperkontakt – und umarmt diesen augenscheinlich noch recht jungen Soldaten. Während sie mit Herzblut und vollem Körpereinsatz für Frieden und Freiheit demonstriert, scheint der Soldat nicht so recht zu wissen, wie er mit der Situation umgehen soll. Beide symbolisch starke Bilder sind der belarussischen Fotografin Violetta Savchits gelungen.

Hand aufs Schild

Friedliche Demonstranten gegen martialisch wirkende Sicherheitskräfte. Wir wechseln nur das Land, bleiben aber beim Thema. Hier demonstrieren Menschen in Istanbul für ihre Rechte. Die Demonstranten gehen mit der flachen Hand auf Tuchfühlung zu den Plexiglasschildern der türkischen Polizei. In der Türkei geraten nicht nur Demonstranten, sondern auch viele Journalisten politisch unter Druck. Der Fotograf Yasin Akgül stellt sich der Herausforderung. Dabei gelingen ihm eindrucksvolle Fotos wie dieses. Warum die starken Fotos jedoch auch Schlechtes bewirken können, lässt sich am folgenden Bild zeigen.

Unspektakuläres Bild – ungeahnte Auswirkungen

Wenn nicht der Mann in Uniform dort stehen würde, könnte es auch ein Urlaubsfoto sein, auf dem ein Paar am Urlaubshotel ankommt und der…