Bei dem Unglück sind drei Menschen ums Leben gekommen. 27 Menschen wurden nahe der US-Metropole San Diego verletzt, als ihr Boot kenterte und zerbrach, wie die Behörden mitteilten. Der mutmaßliche Schlepper soll sich in Polizeigewahrsam befinden.

Das zwölf Meter lange Boot sei nur unzureichend gesichert und stark überfüllt gewesen, sagte ein Grenzschützer gegenüber Reportern. Bei den Insassen handelte es sich offenbar um Migranten, die versuchten, illegal in die USA zu gelangen.

Erst am Freitag hatte die Zoll- und Grenzschutzbehörde angekündigt, die Patrouillen vor der Küste San Diegos über das Wochenende zu verstärken, um illegale Grenzübertritte zu verhindern. Zuletzt versuchten immer mehr Migranten, über die Grenze in die USA zu kommen.

Flucht vor Armut und Gewalt

Experten zufolge fliehen die Menschen wegen zunehmender Armut und Gewalt in Mittelamerika in Richtung USA. Präsident Joe Biden sieht sich zudem mit Vorwürfen konfrontiert, sein Versprechen einer humaneren Politik gegenüber Einwanderern hätte für die wachsende Zahl von Migranten an der Grenze gesorgt. Nach Darstellung Bidens werden jedoch – abgesehen von unbegleiteten Minderjährigen – alle Migranten ohne Einreiseberechtigung zurück über die Grenze geschickt.

bri/kle (afp, dpa)