Deutscher Fußball Bund
DFB-Präsident Keller schweigt weiter zu Rücktrittsforderungen

Fritz Keller ist bereits der vierte DFB-Präsident in den letzten neun Jahren. Nach einem verbalen Fehltritt steht der 64-Jährige vor dem Aus.

© Arne Dedert / DPA

Nachdem DFB-Präsident Fritz Keller seinen Stellvertreter Rainer Koch in einer Präsidiumssitzung mit Nazi-Richter Roland Freisler verglich, entzogen die Landes- und Regionalverbänden ihm am Wochenende das Vertrauen.

Der Deutsche Fußball-Bund steckt in einer tiefen Führungskrise. Nachdem die Chefs der Landes- und Regionalverbände dem DFB-Präsidenten am Sonntag das Vertrauen entzogen, steht Fritz Keller vor dem Aus. Sein Abgang gilt als unausweichlich und wäre gleichbedeutend mit dem vierten Wechsel an der Spitze des DFB in den letzten neun Jahren. Keller hatte sich mit einem Nazi-Vergleich gegenüber seinem Stellvertreter selbst massiv geschwächt.

Nachfolgeregelungen deuten auf Vizepräsident Koch hin

Beugt sich der renommierte Winzer dem Druck der Präsidenten der Landes- und Regionalverbände, regeln die Statuten das weitere Vorgehen. „Endet das Amt des Präsidenten vorzeitig oder ist er an der Ausübung des Amts nicht nur vorübergehend gehindert, obliegt die Vertretung des Präsidenten den beiden gleichberechtigten 1. Vizepräsidenten“, heißt es in den Statuten. Aktuell würden also der für die Amateure zuständige Rainer Koch sowie Peter Peters als Stellvertretender Sprecher des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga die DFB-Führung übernehmen.

Koch (62), dem im Gegensatz zu Keller am Sonntag das Vertrauen ausgesprochen worden war, vertritt den DFB als Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union, Peters (58) sitzt seit kurzer Zeit im Council des Weltverbandes FIFA. Ein neuer Präsident wird bei einem ordentlichen oder außerordentlichen Bundestag gewählt. Die Landes- und…