Schlammschlacht der Verbandsführung
Rücktrittsforderung: Wie geht es weiter mit DFB-Präsident Keller?

DFB-Präsident Fritz Keller

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Der DFB steckt tief in der Führungskrise. Präsident Fritz Keller soll nach Ansicht der Landes- und Regionalchefs zurücktreten. Noch hat sich der 64-Jährige nicht geäußert. Der Druck wächst.

Noch ist Fritz Keller DFB-Präsident. Mit jeder Stunde ohne eine Reaktion des 64-Jährigen auf die Rücktrittsforderung der mächtigen Landes- und Regionalchefs am Sonntag in Potsdam wächst aber der Druck auf Keller und den Deutschen Fußball-Bund, der tief in der nächsten Führungskrise steckt.

Keller, der sich mit seinem Nazi-Vergleich selbst massiv geschwächt hatte, wäre nach Wolfgang Niersbach und Reinhard Grindel der dritte DFB-Präsident nacheinander, der wegen Verfehlungen das Amt abgibt.

Die Nachfolgeregelungen

Beugt sich der renommierte Winzer dem Druck der Präsidenten der Landes- und Regionalverbände, regeln die Statuten das weitere Vorgehen. „Endet das Amt des Präsidenten vorzeitig oder ist er an der Ausübung des Amts nicht nur vorübergehend gehindert, obliegt die Vertretung des Präsidenten den beiden gleichberechtigten 1. Vizepräsidenten“, heißt es in den Statuten. Aktuell würden also der für die Amateure zuständige Rainer Koch sowie Peter Peters als Stellvertretender Sprecher des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga die DFB-Führung übernehmen.

Koch, 62, dem im Gegensatz zu Keller am Sonntag das Vertrauen ausgesprochen worden war, vertritt den DFB als Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union, Peters, 58, sitzt seit kurzer Zeit im Council des Weltverbandes Fifa. Ein neuer Präsident wird bei einem ordentlichen oder außerordentlichen Bundestag gewählt. Die Landes- und Regionalchefs sprachen sich am Sonntag gegen eine außerordentliche…