Der Ausgang der Corona-Pandemie hängt entscheidend vom Impferfolg in den ärmsten Ländern der Welt ab. Schweden setzt nun mit einer Spende an die internationale Initiative Covax ein Zeichen. Die schwedische Regierung spendet eine Million Impfdosen zur Versorgung ärmerer Länder.

Entwicklungsminister Per Olsson Fridh sagte der Nachrichtenagentur TT, dass es sich dabei um den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca handele, der in Schweden nicht mehr benötigt werde.

Das AstraZeneca-Mittel Vaxzevria kann in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, weshalb es in Schweden nur an Menschen über 65 Jahren verabreicht wird. Schweden erwarte in Zukunft große Lieferungen, so der Minister. »Diese Dosen werden von uns nicht verwendet. Und dann ist es wichtig, dass wir nicht darauf sitzen und die Dosen behalten, wenn die ganze Welt Impfstoffe benötigt«, sagte Fridh.

Dänemark, das den Einsatz von Vaxzevria komplett gestoppt hat, hat sich noch nicht entschieden, was es mit den überflüssigen Impfdosen machen wird. Der dänische Gesundheitsminister versucht, den Impfstoff gegen den eines anderen Herstellers zu tauschen. Im April bekam Schleswig-Holstein 55.000 Dosen »geliehen«.

Auch der US-Hersteller Moderna will in den kommenden Monaten in großem Stil für Covax liefern. Angekündigt sind bis zu 500 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die internationale Initiative. Davon sollen 34 Millionen Dosen im vierten Quartal 2021 kommen, weitere 466 Millionen Dosen seien eine Option für 2022, teilte das Unternehmen in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mit. Alle Impfdosen würden zum niedrigsten Preis des gestaffelten Preissystems angeboten.

Das Projekt Covax wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie den globalen Impfinitiativen Gavi und Cepi organisiert. Es soll ärmere Länder mit Corona-Impfstoffen versorgen. Bei der Finanzierung sollen reichere Länder helfen. Doch der Nachschub macht Probleme. Die WHO hatte zuletzt an reichere…