Die EU-Kommission will die Einreise in die Europäische Union wieder erleichtern. So sollen künftig auch wieder touristische Aufenthalte von Personen aus Drittstaaten möglich sein, schlägt die Brüsseler Behörde vor. So sollen die Menschen die Chance bekommen, »nach langer Distanz wieder Freunde und Familie innerhalb der EU besuchen zu können«. Außerdem helfe die Maßnahme, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, »speziell den hart getroffenen Tourismus-Sektor«.

Voraussetzung für die Einreise sei dann, dass eine Person einen vollständigen Impfschutz mit einem Vakzin vorweisen kann, das in der Europäischen Union zugelassen sei, heißt es in einem Vorschlag an die Mitgliedstaaten. Möglich sei auch, die Liste auf Vakzine auszuweiten, welche die WHO-Notfallzulassung durchlaufen haben. Die Impfung muss mindestens 14 Tage vor Einflug erfolgt sein.

Auch für Reisende aus Ländern »mit einer guten epidemiologischen Lage« sollten demnach keine Beschränkungen mehr gelten. Gegenwärtig sind nur sieben Länder auf der Liste: Australien, China, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Nach Meinung der EU-Kommission solle die Liste aber ausgeweitet werden, mehr Länder könnten demnach aufgenommen werden, wenn Kriterien aktualisiert werden. So solle unter anderem die 14-Tages-Inzidenz von Neuinfizierten von 25 auf 100 gehoben werden. Das sei immer noch »maßgeblich unter dem gegenwärtigen EU-Schnitt von mehr als 420«.

Sollte in einem dann wieder freigegeben Land jedoch Coronamutanten auftauchen, könnten die EU-Länder schnell wieder Einreisen verhindern.

Es sei Zeit, den europäischen Tourismus wiederzubeleben und grenzüberschreitende Freundschaften neu aufleben zu lassen, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter.

EU-Impfpass kommt

Die EU plant darüber hinaus einen digitalen Impfausweis für Bürgerinnen und Bürger der Union. Die geplanten Zertifikate sollen als Nachweis dienen, ob ein EU-Bürger geimpft oder getestet wurde oder von…