Die Bundeswehr hat nach acht Monaten ihre Beteiligung an der Nato-Mission zur Luftraumüberwachung über den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen beendet. Ein Luftwaffen-Geschwader übergab im Beisein von Estlands Verteidigungsminister Kalle Laanet am Montag das Kommando an der estnischen Luftwaffenbasis Ämari an Italien, wie die estnischen Streitkräfte mitteilten.

Für den Einsatz waren seit September 2020 fünf »Eurofighter« und wechselnde Kontingente deutscher Soldaten auf dem Stützpunkt in Estland stationiert – zunächst ein Geschwader aus Wittmund, danach eine Einheit aus Neuburg an der Donau. Zusätzlich hatte die Luftwaffe einen verlegefähigen Luftverteidigungsgefechtsstand in die Mission integriert.

Die an Russland grenzenden Nato-Staaten Estland, Lettland und Litauen haben keine eigenen Kampfjets. Deshalb sichern die Verbündeten im Zuge des »Nato Air Policing Baltikum« im regelmäßigen Wechsel schon seit 2004 den baltischen Luftraum.

Deutschland zählt seit Beginn der Luftraumüberwachung zu den wichtigsten Truppenstellern. Bereits zwölfmal hat die Luftwaffe die Aufgabe nun übernommen.