Noch liegt die Coronainzidenz in Bayern höher als in vielen anderen Teilen Deutschlands. Dennoch ist sie vielerorts sinkend. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lenkt nach einem zunächst strikteren Kurs in Bayern nun auf die Regelungen aus der Bundesnotbremse ein. Damit könnte es in Bayern doch früher als erwartet Lockerungen geben.

Wie Söder bei einer Pressekonferenz ankündigte, sollen Grundschulen in Bayern von kommendem Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Der Grenzwert für Distanzunterricht soll demnach erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festgesetzt werden. So ist es in der Bundesnotbremse vorgesehen. Bei den weiterführenden Schulen solle aber an der bisherigen bayerischen Inzidenzgrenze von 100 festgehalten werden.

Zugleich stellte Söder Lockerungen für Außengastronomie, Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liege und es Tests und Termine gebe.

Söder fordert »Bildungsmonitoring«

Nach Pfingsten solle es laut Söder »mehr Perspektiven« auch für weiterführende Schulen geben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzen dann unter 100 lägen. Söder sprach sich zudem für die Impfung von Schülern ab Juni aus. Dann solle insbesondere den Abschlussklassen ein Angebot gemacht werden, sagt der CSU-Chef. Sobald der Biontech-Impfstoff ab einem Alter von zwölf Jahren zugelassen sei, müsste es großflächige Schulimpfungen geben.

Söder forderte zudem ein »Bildungsmonitoring« über die Fähigkeiten der Schüler und Schäden durch die Coronapandemie im Bildungsbereich. »Das ist alles nur so allgemein gesprochen«, bemängelte Söder. Die Ergebnisse müssten aber »qualitativ sein«, sodass darauf gegebenenfalls auch die Lehrpläne angepasst werden könnten.

Erleichterungen für vollständig Geimpfte

Bayern werde laut Söder zudem Erleichterungen für vollständig Geimpfte auf den Weg bringen. So sollen diese von Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren ausgenommen werden, wie…