Corona-Pandemie
Neue Merck-Chefin: Haben Lieferungen an Biontech aufgestockt

Belen Garijo steht an der Spitze des Pharma- und Chemiekonzerns Merck. Foto: Bernd Hartung/Merck/dpa

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Merck-Chefin Garijo drückt bei der Lieferung von Lipiden an den Mainzer Impfstoffhersteller aufs Tempo. Zudem wird der Dax-Konzern selbst bald mit Betriebsärzten impfen, wie die Managerin ankündigte.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat seine Produktion von Lipiden für den Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech ausgedehnt.

«Wir haben bereits im zweiten Quartal Aufträge vorgezogen und werden in der zweiten Jahreshälfte unsere Lieferungen weiter ausbauen, um den hohen Bedarf an dringend benötigten Lipiden für Biontech und unsere anderen Kunden zu decken», sagte die neue Merck-Chefin Bélen Garijo der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir haben das Haus dafür auf den Kopf gestellt», sagte die Spanierin (60), die ab 1. Mai an der Spitze des Darmstädter Unternehmens steht und damit die erste alleinige Chefin eines Dax-Konzerns wird. Merck habe seine Lipide-Produktion am Stammsitz Darmstadt und in Schaffhausen (Schweiz) erheblich ausgebaut. Teams aus Experten beider Unternehmen stünden in ständigem Kontakt. Merck und Biontech hatten die vertiefte Partnerschaft im Februar bekannt gegeben.

Lipide kommen bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs zum Einsatz, den Biontech mit seinem US-Partner Pfizer vertreibt. Dabei wird der Botenstoff des mRNA-Vakzins in eine Art Hülle verpackt, die aus Lipiden besteht. Diese fettartigen Moleküle sind wichtig, damit die Wirkstoffe des Vakzins im Körper freigesetzt werden können. Zu den wenigen anderen Firmen, die ebenfalls Lipide an Biontech liefern, zählt der Spezialchemiekonzern Evonik.

Merck will unterdessen auch schon bald die eigene Belegschaft impfen, sobald genügend Impfstoff…