Am Ende flossen auf beiden Seiten die Tränen: Die Spielerinnen des FC Bayern hätten sich gerne für ihren mutigen Auftritt und großen Kampf belohnt, doch das so wichtige zweite Auswärtstor wollte in der Schlussphase einfach nicht fallen. Entsprechend groß war die Enttäuschung.

Und auch Emma Hayes, Trainerin des FC Chelsea, weinte – allerdings vor Glück und Erleichterung. Schließlich steht sie mit den „Blues“ zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Endspiel. Am Ende hieß es aus Sicht der Gastgeberinnen 4:1 (2:1), allerdings spiegelte die Höhe des Sieges nicht wider, wie knapp es tatsächlich gewesen war. Das Hinspiel in München hatten die FCB-Frauen mit 2:1 gewonnen.

Im Rückspiel ging Chelsea durch Francesca Kirby früh in Führung (10. Minute), doch Bayerns Sarah Zadrazil konnte mit einem Traumtor aus 20 Metern ausgeglichen (29.). Noch vor der Pause erzielten die Londonerinnen durch einen Kullerball von Ji So-Yun nach einem abgewehrten Freistoß das 2:1 (43.). In der zweiten Halbzeit war es eine offene Partie, doch dann schlug Chelsea durch die Ex-Wolfsburgerin Pernille Harder erneut zu (84.).

Der Ex-Wolfsburgerin Pernille Harder gelingt kurz vor Schluss das 3:1 für die Londonerinnen

Als die FCB-Frauen anschließend alles nach vorne warfen, konnte Kirby ihren zweiten Treffer erzielen (90.+5). Die englische Nationalspielerin schob den Ball ins leere Tor, weil Bayern-Keeperin Laura Benkarth mit nach vorne gegangen war. 

„Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Wir hatten gute Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen“, sagte Bayern-Trainer Jens Scheuer, gab aber auch zu, dass er „zu viele individuelle Fehler“ bei seinem Team gesehen hatte. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Chelsea war nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft.“

Zuspruch der Bayern-Männer

Vor Anpfiff hatten prominente Grüße aus München für einen Motivationsschub gesorgt. Der Verein sendete einen Videoclip, unter anderem mit Vorstandsmitglied Oliver Kahn und…