Es ist eines der zentralen Themen im Kulturkampf amerikanischer Konservativer: Mehrere US-Bundesstaaten haben in den vergangenen Wochen Gesetze auf den Weg gebracht, um es Transfrauen und -mädchen zu verbieten, gegen biologische Frauen und Mädchen in Sportwettbewerben anzutreten. Nun hat sich auch Transfrau und -aktivistin Caitlyn Jenner dazu geäußert.

»Es ist eine Frage der Fairness«, sagte die 71-Jährige, als sie gegenüber der Website »TMZ« auf einem Parkplatz darauf angesprochen wurde. »Deswegen bin ich dagegen, dass biologische Jungs, die trans sind, sich im Mädchensport in der Schule messen dürfen.« Dies sei »einfach nicht fair«, sagte Jenner weiter.

Sie meldete sich anschließend bei Twitter zu Wort, teilte den Artikel über sich und schrieb: »Ich hatte nicht damit gerechnet, diese Frage gestellt zu bekommen, als ich mir am Samstagmorgen meinen Kaffee holte, aber ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. Es geht um Fairness, und wir müssen Mädchensport in unseren Schulen beschützen.«

Jenner will Gouverneurin von Kalifornien werden

Erst Anfang April hatte Jenner bekannt gegeben, bei der Wahl zur Gouverneurin von Kalifornien anzutreten. Sie ist Republikanerin und unterstützte Donald Trumps US-Wahlkampf im Jahr 2016.

Caitlyn Jenner wurde 1949 als Bruce Jenner geboren. Als Mann nahm sie 1976 an Olympia teil, gewann die Goldmedaille im Zehnkampf. Sie wurde durch die TV-Show »Keeping Up With The Kardashians« zum Realitystar. Im Jahr 2015 gab Jenner bekannt, eine Transfrau zu sein.