Demonstrationen
93 Verletzte, aber zufriedene Polizisten: So unterschiedlich war der 1.Mai in Berlin und Hamburg

Die Demonstrationen in Berlin und Hamburg liefen sehr unterschiedlich ab

© Jean MW/Geisler-Fotopress/ / Picture Alliance

Die Demonstrationen am 1. Mai entwickeln sich immer wieder zu Ausschreitungen – vor allem in Berlin und Hamburg. Doch im zweiten Jahr der Pandemie lief es in den beiden Städten sehr unterschiedlich ab.

Gegen das Kapital, für mehr Gerechtigkeit, für eine sozialere Gesellschaft: Traditionell wird am Tag der Arbeit von Gewerkschaften und zahlreichen weiteren Gruppen für linke Ideen demonstriert. Und genauso traditionell werden die größtenteils friedlichen Demonstrationen immer wieder von einzelnen Gruppen als Anlass für gewalttätige Angriffe gegen die Ordnungskräfte genutzt. Am gestrigen Samstag fielen die Demonstrationen in Berlin und Hamburg sehr unterschiedlich aus.

Wie unterschiedlich, das kann man schon aus den Pressemitteilungen der jeweiligen Behörden entnehmen. Während die Polizei Berlin mindestens 93 verletzte Beamte meldete, gaben die Hamburger Beamten an, sie seien mit dem Verlauf der Demos in Hamburg zufrieden gewesen. 

Unterschiedliche Strategien

Die Genehmigungen der Städte und damit auch die Strategien der Polizei fielen sehr verschieden aus. In Hamburg wurden nur Demonstrationszüge mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt, bei stehenden Versammlungen waren wegen der Corona-Maßnahmen 200 Personen erlaubt. Insgesamt wurden 26 Kundgebungen und fünf Aufzüge genehmigt. Trotzdem hatten die Beamten mehr zu tun als letztes Jahr. Sie mussten immer wieder gegen kleinere, nicht genehmigte Ansammlungen offenbar gewaltbereiter Gruppen etwa im Schanzenviertel reagieren, bei denen es auch zum Zünden von Pyrotechnik und Flaschenwürfen kam. Dabei kamen auch Wasserwerfer zum Einsatz.

Letzteres sorgte…