Sehen Sie im Video: Unsere Gletscher schmelzen immer schneller – und das könnte dramatische Auswirkungen haben.

Die Gletscher der Erde schmelzen: Eine neue Studie zeigt, dass sie in den vergangenen Dekaden schneller schmelzen als je zuvor.
Dabei haben die Forscher Satelliten- und Luftaufnahmen im Zeitraum von 2000 bis 2019 ausgewertet. 217.175 Gletscher hat das Team um den Forscher Romain Hugonnet untersucht – das sind fast alle auf der Erde.
Das Ergebnis: 267 Gigatonnen Eis haben die Gletscher in dieser Zeit verloren. Zum Vergleich: So sähe ein Eisberg von der Größe von nur einer Gigatonne im Central Park in New York City aus.
267 dieser Kolosse sind in den vergangenen Dekaden verschwunden – und das mit zunehmender Geschwindigkeit.
Die Forscher können aus den Daten ableiten, welchen Anteil das geschmolzene Eis am steigenden Meerespiegel hat. Es sind nach ihren Berechnungen etwa 21 Prozent.
Die globalen Daten helfen den Wissenschaftlern Modelle zu entwickeln, die Prognosen für den Anstieg des Meeresspiegels liefern. Gleichzeitig werden auch die Unterschiede auf der Welt deutlich.
„Es gibt diese Fluktuation in manchen Regionen und sie können sich über zehn Jahre hinziehen. Deshalb brauchen wir solche globalen Daten, wie wir sie aufbereitet haben,“
sagt Romain Hugonnet ggü. Science Alert
Während in Alaska und West-Kanada die Gletscher massiv an Eis verloren, gingen die Gletscher in Island und Skandinavien von 2000 bis 2010 nur langsam zurück.
Das massive Schmelzen eines Gletschers kann für eine Region drastische Folgen haben, so der Forscher. Die Trinkwasserversorgung in der Umgebung kann sich stark verändern, oder es kann zu Lawinen und Überflutungen kommen. Deshalb dürfe man auch die lokalen Daten nicht aus den Augen verlieren.
Quellen:
https://www.nature.com/articles/s41586-021-03436-z#MOESM4 
https://www.sciencealert.com/a-study-of-nearly-every-glacier-on-earth-shows-their-shrinkage-is-getting-faster