Tag der Arbeit
Viele Demos neben Mai-Kundgebungen – Polizei besorgt

Polizisten kontrollieren die Personalien von einem Teilnehmer einer Demonstration in Hamburg. Foto: Axel Heimken/dpa

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Am Tag der Arbeit demonstrieren die Gewerkschaften, aber auch viele andere Gruppen. Für die Polizei ist es ein schwieriger Einsatztag. Die Corona-Pandemie kommt erschwerend hinzu.

Am Tag der Arbeit ist die Polizei nicht nur auf der traditionellen DGB-Hauptkundgebung – diesmal in Hamburg -, sondern vielerorts durch zahlreiche weitere Demonstrationen gefordert.

Ein Schwerpunkt ist dabei erneut Berlin, wo rund um den 1. Mai voraussichtlich etwa 5000 Beamte im Einsatz sein werden. Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik erwartete eine «anspruchsvolle, fordernde Einsatzlage». Auch in Hamburg ist die Polizei gefordert bei zahlreichen angekündigten Versammlungen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) blickt wegen der Corona-Pandemie mit Sorge auf den 1. Mai. «Das Infektionsrisiko bei diesen Einsatzlagen ist eine zusätzliche Belastung für die Polizistinnen und Polizisten», sagte GdP-Vize Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn bei Demonstrationen gegen den Infektionsschutz verstoßen werde, dann erhöhe sich vor Ort für die Einsatzkräfte das Ansteckungsrisiko.

In Berlin wurden eine Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), ein Protest von Gegnern der Corona-Regeln am Mittag, eine Satire- und Spaß-Demonstration am Nachmittag sowie die traditionelle Revolutionäre 1. Mai-Demonstration von linken und linksradikalen Gruppen am Abend in Neukölln und Kreuzberg angemeldet.

In Hamburg wurden laut Polizei zwei Dutzend stehende Versammlungen und fünf Aufzüge angemeldet, darunter eine Demonstration des Roten Aufbaus zum «revolutionären 1. Mai» und mehrere Kundgebungen des Bündnisses «Wer hat, der…