Die Erleichterung war Julian Nagelsmann und seinem Team nach dem Schlusspfiff anzusehen. Nach großem Kampf siegte RB mit 2:1 nach Verlängerung gegen Werder Bremen und zog damit zum zweiten Mal ins Pokalfinale ein. „Das ist fantastisch. Wir haben nicht gedacht, dass es so spannend wird. Es war ein Abnutzungskampf“, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der ARD.

Beide Leipziger Tore erzielten Einwechselspieler. Zunächst sorgte Hee-Chan Hwang für die Führung (93. Minute) in der ersten Halbzeit der Verlängerung, bevor Emil Forsberg (121.) die durch Leonardo Bittencourt (106.) zwischenzeitlich wieder ausgeglichene Partie endgültig entscheiden konnte.

Hwang „sei fast tot gewesen“

Große Freude bei Julian Nagelsmann (4.v.l.) und seinem Matchwinner Hee-Chan Hwang

Besonders groß dürfte die Freude beim Südkoreaner Hwang gewesen sein. Lange Zeit war nicht klar gewesen, ob der 25 Jahre alte Stürmer überhaupt wieder richtig fit werden würde. „Er hatte starke Symptome. In den ersten sieben Tagen sei er fast tot gewesen, hat er mir gesagt“, berichtete Nagelsmann im Dezember des vergangenen Jahres und gab gleichzeitig eine Warnung aus: „Wir müssen einfach aufpassen. So etwas kann gefährlich für das Herz sein.“ Hee-Chan hatte sich bei einer Länderspielreise im November mit dem Coronavirus infiziert und war mehrere Wochen nicht in der Lage Fußball zu spielen.

Matchwinner Hee-Chan Hwang

Nur langsam arbeitete er sich unter ärztlicher Aufsicht zurück auf den Platz und feierte im Januar gegen Mainz sein Comeback. Der 25-Jährige, den die Leipziger von Red Bull Salzburg verpflichtet hatten, ist auch wegen seiner Coronavirus-Infektion in der Bundesliga noch nicht richtig in Tritt gekommen. Dafür kann sein Trainer im DFB-Pokal auf ihn zählen. In vier Einsätzen erzielte Hwang bereits drei Treffer. Von den Qualitäten Hwangs, der als Ersatz für den abgewanderten Timo Werner verpflichtet worden war, sind die Leipziger überzeugt. „Er ist natürlich ein Spieler, der -…