In Großbritannien wird der Verkauf bestimmter Sorten von Kohle und Brennholz eingeschränkt, um die Luftqualität zu verbessern. Zwar ist es nach wie vor erlaubt, Brennöfen oder Feuerstellen zu nutzen, allerdings nur mit saubereren Alternativen. Laut »BBC« nutzen immerhin acht Prozent der Haushalte Holzbrenner, diese seien mittlerweile aber die größte Quelle gesundheitsschädlichen Feinstaubs und sorgten für 38 Prozent der Emissionen von Partikeln mit einem Durchmesser unter 2,5 Mikrometern. Dies sei dreimal mehr als der Straßenverkehr verursache.

Feinstaubschleuder Kaminofen

Auch in Deutschland gelten Kaminöfen zwar als nachhaltig, tatsächlich sind sie jedoch oft Feinstaubschleudern. So emittiert ein neuer Kaminofen üblicher Größe nach Angaben des Umweltbundesamtes bei Volllast in einer Stunde etwa 500 Milligramm Staub – das entspreche rund 100 Kilometer Autofahrt mit einem Pkw der Abgasnorm Euro 6.

England untersagt deshalb den Verkauf von Haushaltskohle und der Verkauf von Brennholz mit einem Feuchtigkeitsanteil über 20 Prozent in Mengen unter zwei Kubikmetern. Feuchtes Brennholz in größeren Mengen muss künftig außerdem mit einem Hinweis verkauft werden, wie man es vor dem Verbrennen trocknet. Laut BBC denken auch Wales und Schottland über ähnliche Verbote nach.