Die Idee scheint zum Schreien komisch, ist aber durchaus ernst gemeint: Quick Breath Analyzer oder kurz QuBA heißt das Gerät, das der niederländische Erfinder Peter van Wees entwickelt hat. Es ist eine luftdichte Kabine, in der die Atemluft einer Testperson gesammelt – und anschließend auf Corona analysiert wird.

O-Ton Peter van Wees Erfinder »Es ist ein Virusdektor. Das bedeutet nicht nur allein Covid, aber auch Viren, die mit Aerosolen mitkommen, er kann alles detektieren, auch die Mutanten. Wenn wir hier reingehen in die Kabine, dann wird die Kabine als Erstes abgesogen, ja und 100 % sauber gemacht.«

Das Verfahren klingt relativ simpel: Durch das laute Schreien werden besonders viele Aerosole ausgestoßen. Da die Luft in der Kabine vollkommen sauber sei, ließen sich die Viren dann relativ leicht feststellen, so van Wees.

O-Ton Peter van Wees »Und der Vorteil: Ich habe keinen Müll, nicht-invasiv und superschnell.«

Acht Sekunden lang muss der Proband schreien, laut singen geht aber auch. Ginge es nach van Wees, soll der manchmal etwas schmerzhafte Corona-Abstrich in Nase oder Rachen schon bald der Vergangenheit angehören. In Remscheid wird das Gerät derzeit getestet.

O-Ton Alexander Lampe Geschäftsführer Berufsbildungszentrum Remscheid »Diese Technik, so wie ich es kennen gelernt habe, ich hoffe, es wird sich auch bestätigen, ist geneigt auch den nächsten Mutanten in den Griff zu kriegen, und das ist eine sehr, sehr gute Info.«

Das Testergebnis soll es bereits nach rund einer Minute geben. In den Niederlanden ist Quba bereits validiert. In Deutschland wird die Zulassung laut van Wees in den nächsten Wochen erwartet. Die Maschinen sollen zwischen 150.000 und 200.000 Euro kosten.