Botschaft zum 1. Mai
Merkel lobt schwierigen Einsatz der Beschäftigten

Kanzlerin Angela Merkel äußert in einer Botschaft zum 1. Mai Verständnis für die Situation vieler Menschen in der Pandemie: «Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist.» Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa/Archivbild

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«Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten», würdigt die Kanzlerin am Tag der Arbeit. Zugleich appelliert Merkel, sich am Arbeitsplatz zu testen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und zum Nutzen von Testmöglichkeiten aufgerufen.

«Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten», sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Ohne die Beschäftigten in Supermärkten und die Menschen am Steuer von Lkws «könnten wir uns beispielsweise auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen».

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten könnten, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten. «Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen – zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden», sagte Merkel.

Mit Blick auf viele Menschen im Homeoffice betonte sie: «Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist.» Homeoffice sei aber «eine riesige Hilfe» gegen die Ausbreitung des Virus. «Es vermeidet täglich U-Bahn- oder Busfahrten zur Arbeit, es reduziert Kontakte und damit Gelegenheiten zur Ansteckung.»